Jahresrückblick 2023

Als Judith Peters zur diesjährigen Blog-Challenge Jahresrückblog23 aufrief, dachte ich zunächst: Da hast du ja gar nichts zu schreiben – mir fielen all die Sachen ein, die ich in diesem Jahr nicht geschafft hatte, das erschien mir erdrückend viel. Was hatte ich eigentlich das ganze Jahr gemacht? Es gab keine Reise – keine Katastrophe. Wie langweilig…. oder???
Ich fing einfach mal an durch meine Bilder zu scrollen, schaute durch meine E-Mails und kramte in meinem Bullet-Journal. Mit den Bildern und Kalendereinträgen kamen auch die Erinnerungen

Rückblickend auf das Jahr 2023 kann ich wirklich sagen, es kommt mir vor als wäre eine kleine Fee dagewesen, die mich an die Hand nahm und mir sagte: Komm – dieses Jahr machen wir ein paar Wünsche wahr.

Rückblick auf meine 2023-Ziele

Zunächst der leicht beschämte Blick auf meine To Do-Liste.
Was ist daraus geworden?
So sah die To-Do-Liste für 2023 aus:

  • Gartenplanung für den Bereich vor unserem Haus. Entsteht der gewünschte Bauerngarten?
  • Das Thema Capsule Wardrobe nehme ich unter die Lupe und habe schon einige Nähprojekte zusammengestellt.
  • Im Haus soll es ein Make-over des Wohnzimmers geben. Mit neuem Ofen und so.
  • Die Gartenbank, die mein Vater gebaut hat muss repariert werden. Bekommen wir das hin?
  • Das Puppenhaus soll renoviert werden. Das Häuschen habe ich dieses Jahr gekauft und, inspiriert von Angel Strawbridge aus “Unser Traum vom Schloss”, soll es wieder schön gemacht werden.
  • Eine mächtige alte Truhe soll aufgearbeitet werden. Vielleicht zieht sie ins Wohnzimmer?
  • Der alte Nähmaschinentisch mit heftigem Brandschaden soll restauriert werden.

Was ist aus den Plänen für 2023 geworden?

  • Die Gartenplanung – tatsächlich haben wir diesen Plan umgesetzt. Es kostete mehr Zeit als gedacht. Es ist wirklich ein kleiner Bauerngarten entstanden.
    Natürlich gibt es noch weitere Ideen und auch Optimierungspotential. Mit dem Ergebnis jedenfalls bin ich echt zufrieden. Hier geht es zu unserem Gartenprojekt
  • Capsule Warderobe – Da bin ich vom Pfad abgewichen. Die Näh-Projekte, die ich mir dafür vorgestellt hatte, entsprachen doch nicht so dem was ich für mich gut finde. Damit bin ich aber fein. Möglicherweise versuche ich es erneut.
  • Wohnzimmer Makeover – Auch hier kann ein Haken dran. Das Wohnzimmer haben wir wirklich überarbeitet und haben uns dafür die entsprechenden Handwerker angeheuert. Uns gefällt es super. Wir warten nur noch auf den Ofen, denn mit 9 Monaten Lieferzeit hatten wir nicht gerechnet.
  • Gartenbank – Sie wartet weiter auf ihren Retter. Ab auf die Liste für 2024.
  • Das Puppenhaus – Auch das Puppenhaus wartet darauf, dass es wieder schön gemacht wird. Noch ein Punkt für die Liste 2024.
  • Die Truhe – steht ebenfalls bei der Gartenbank und dem Puppenhaus im Nebengebäude und somit kommt sie auch wieder auf die Liste. Da ich für sie noch keinen Platz habe, kommt sie erst einmal mit Bleistift auf die Liste.
  • Die alte Nähmaschine – nicht fertig – nicht angefangen. Für sie habe ich einen Platz im Nähzimmer reserviert – sie kommt ganz oben auf die Liste 2024

Mein Jahresrückblick 2023

Hundenachwuchs

Obwohl ich mir geschworen habe NIE WIEDER 3 Hunde haben zu wollen, sollte genau das gleich zu Beginn des Jahres wieder so sein. Dieses Jahr waren sie wieder zu dritt.
Als wir uns 1997 entschlossen einen Hund bei uns einziehen zu lassen, wollte ich gerne einen Golden Retriever – ich fand sie bildschön.
Als mein Mann von den Anschaffungskosten für einen Rassehund hörte, war er nicht zu bewegen. OK – unsere erste Hündin war also ein Golden Retriever-Mix: Mutti Golden Retriever und Papi ein Lümmel aus dem Dorf.
Nach Cindy folgten dann unsere Labradore Bruno, Cayenne und Henry. Bruno ist mittlerweile nicht mehr bei uns. Von unseren Hunden könnt ihr hier lesen.
Mein alter Wunsch sollte sich nach 25 Jahren erfüllen.
Am 19.01.23 zieht Tingledales Hudson – so sein voller Name bei uns ein.
Hudson ist ein 8 Wochen alter Golden Retriever. Er ist mein großes Thema im Jahr 2023.

Golden Retriever Welpe schaut in die Kamera.

Hudson im Alter von 8 Wochen

Wir haben uns schnell daran gewöhnt, dass ein Welpe wieder Haus und Hunde unsicher macht. Mal ehrlich – wer bitteschön kann denn diesem Herzensbrecher widerstehen?
Und so besuchten wir die Welpenstunden und gewöhnten uns an dieses so zauberhafte Wesen. Neuer Hund – neue Aufgaben UND neue Fehler die man macht. Mittlerweile ist der Süße 1 Jahr alt und ausgesprochen hartnäckig in der Pubertät. Hier gibt es mehr Bilder.

Ein gelber Labrador, ein Golden Retriever und ein schwarzer Labrador liegen auf einem ramponierten Rasenstück.

MEIN Strandkorb

Seit Jahren träume ich von einem Strandkorb. Ich habe jedes Wenn und Aber bedacht und es jahrelang wieder verworfen. Der Strandkorb meiner Träume ist nicht beim Discounter zu haben – also eine kleine Investition. Dieses Jahr habe ich es wahr gemacht. = Traum erfüllt. Auf unserer Dachterrasse steht er jetzt: Mein Strandkorb. Ob ich ihn wohl ausgiebig genutzt habe? Naja – das ist wohl noch dringend ausbaufähig. Auf jeden Fall bin ich sehr glücklich mir diesen langgehegten Traum erfüllt zu haben.

Ein Strandkorb steht auf einer Dachterrasse. Es sieht sehr sonnig aus.

Das Nähzimmer

Wie oft ich mit meinem Nähzimmer schon umgezogen bin und es dann optimiert habe – das kann ich gar nicht mehr sagen. Die derzeitige Fassung des Nähzimmers gefällt mir außerordentlich gut. Aber…. das war zum Anfang des Jahres wirklich ganz anders.

Es ist ein Zimmer zu sehen in dem ziemlich viel Chaos herrscht. Es ist ein Nähzimmer, das dringend Struktur benötigt. Im Vordergrund steht ein Hundekennel - ohne Hund.
Februar des Jahres 2023 – da hat sich etwas Chaos eingeschlichen. Den Hundekennel braucht der Welpe nur zum schlafen – Tagsüber sucht unsere Althündin Schutz im Kennel.
Eigentlich sehr praktisch (fand ich) die Schnittmuster hinter dem Zuschneidetisch auf Rädern.
Das pure Chaos im Dielenschrank

So konnte es nicht bleiben. Ich kaufte also beim großen Schweden einige Möbelstücke. Schon sah das Nähzimmer viel ordentlicher aus.

Aber ach – das hatte sich gar nicht bewährt. Die kleinen Schubladenkommoden, die ich soooo praktisch fand und die mir sowohl Stauraum, als auch Zuschneideplatz sein sollten, waren unglaublich unpraktisch. Zudem waren sie zum zuschneiden einfach zu niedrig. Ich vermisste meinen Kallax auf Rädern ganz furchtbar.
Auch der Eckschreibtisch war nicht praktisch. Hier vermisste ich den Schreibtisch aus dem Arbeitszimmer, der einen gleich hohen Winkel hatte und bei dem die Stoffe sich nicht beim “Übereck” verklemmten.

Kurzum – ich räumte wieder um. Zum Leidwesen meines Mannes habe ich in einem Aufwasch gleich das Ankleidezimmer komplett umgestellt. Das verschaffte mir Platz im Nähzimmer, denn das Gästebett zog um. Die beiden Kommoden habe ich ebenfalls prima ins Ankleidezimmer integriert. Den Schweden-Eckschreibtisch habe ich meinem Mann für sein Hobby vermacht und die Schnittmustersammlung habe ich ordentlich gefaltet und mich von meinen ganzen Hosenbügeln verabschiedet. (Braucht jemand Hosenbügel?).

Mein geliebter Eckschreibtisch kam wieder ins Nähzimmer und mit ihm zog eine alte Kommode mit großen Schubladen aus dem Ankleidezimmer ins Nähzimmer ein. Mein Kallax kam wieder ins Nähzimmer – dem habe ich eine neue Arbeitsplatte spendiert und eine weitere Schneidematte aufgelegt. Großartig – die Holzfarben passen nicht zusammen und einen Designpreis bekommt es nicht. Aber… I love it!!

Ein besonderer Fotokurs

Also eine Fotografin bin ich nun beim besten Willen nicht. Aber hier und da mal auf den Auslöser drücken – das gehört beim bloggen auch dazu. Es gefällt mir auch – ich kann es bloß nicht sehr gut.
Dann kam das Angebot von Courleys für einen besonderen Fotokurs. Der Fotokurs für deine Nähwelt. Der ist soso großartig. Die sympathische Kursleiterin Brinja führt durch einzelne Module ihres Kurses und erklärt und erklärt. Das hat total Spaß gemacht und das kann ich nur jedem empfehlen.

Erste Versuche aus dem Posing-Modul (da geht noch was – weiß ich)

Optimierungswahn

Im Zuge der Selbstoptimierungsversuche – ihr kennt das leidige Thema sicher zur Genüge – bin ich auf eine andere Art der Optimierung gestoßen: Haushaltsoptimierung! Ooooh – da habe ich mittlerweile einen Saug-Wischknecht im Erdgeschoss im Einsatz, der den Schmutz absaugt und der auf Wunsch saugen und wischen trennt und nach dem saugen der Böden zu seiner Station brummt und seinen Wischlappen nass macht und bei Bedarf immer wieder zur Station zurückkehrt und den angeschmutzten Lappen wäscht und wieder zur Arbeit tingelt. Eigentlich total cool. Der föhnt auch nach getaner Arbeit und gewaschenem Lappen seinen Wischlappen wieder trocken. So weit so gut. Allerdings sind das ja nur die Böden im Erdgeschoss. Also kam ein Akkuknecht dazu, der allerdings geführt werden muss. Im Obergeschoss saugt der alte Saugroboter artig im Schlaf- und Nähzimmer. Leider haben wir einige Ebenen, die von den Robotern nicht bearbeitet werden können – die mache ich dann fix mit dem Akkusauger. Die Böden sind also versorgt und ich habe alle Hände voll damit zu tun die logistische Meisterleistung zu vollbringen meine Sauggerätschaften unter Kontrolle zu halten.

Für den Rest des Haushalts habe ich bei youtube etwas über das Flylady-Prinzip gesehen. Ich brauche Bücher für Erklärungen also habe ich mir das Buch gekauft. Da ich schon das Kondo-Prinzip in Teilen hier prima anwende (ich falte die Wäsche vertikal und Ordnung in Kästen und Schubladen ist auch zumeist vertikal), hatte ich große Erwartungen.
Das ganze Prinzip ist offenbar sehr auf die amerikanische Hausfrau mit eher kleinerem Hausstand ausgerichtet, denn für mich und unser Haus kam ich nicht wirklich zurecht. In 15 Minuten “Zonenreinigung” pro Tag soll man dem Großputz entfliehen. Mein Gefühl dabei: Ich werde niemals fertig.
Also wenn jemand das Buch haben möchte… gerne bei mir melden.

Was 2023 sonst noch los war

Cayenne ist dieses Jahr 16 geworden
Seit diesem Jahr habe ich eine Premium-Mitgliedschaft bei einfach-nähen
Schönstes Geburtstagsgeschenk überhaupt
Hudson ist ganz schön groß geworden…
… deshalb habe ich mich am Ende des Jahres von meinem geliebten V40 verabschiedet und dieses schmucke Stück erstanden, damit Hudson auch ins Auto passt.

Meine Ziele für 2024

  • Wöchentlich zum Yoga –> jeden Freitag Morgen 8:30h bei Inez im Healing-House
  • Mit Hudson ganz gelassen Dummytraining machen–> Jede Woche mit Petra Lau im Gruppentraining und Hausaufgaben dann hier
  • Täglich Ernährungsprotokoll schreiben
  • Bauchumfang verlieren (wieviel weiß nur ich :))
  • Mein Motto für 2024: Wissbegierig, gelassen und fokussiert sein

Meine To-Want-Liste bis zum 31.12.2023

Ist Ende Oktober nicht etwas zu spät für eine To-Do-Liste? Klar für eine To-Do-Liste vielleicht, aber kann es zu spät sein sich darüber Gedanken zu machen was ich mir wünsche noch in diesem Jahr zu realisieren?
Ich war etwas skeptisch als die liebe Judith Peters, die mal wieder zu einer ihrer spannenden Blog-Challenges aufgerufen hatte, dieses Thema vorgegeben hatte. Da wollen wir mal sehen welche Wünsche ich bis zum Jahresende 2023 erfüllen kann. Aber was sind denn eigentlich meine Wünsche?

  1. Mit Hudson die Bergedorfer Einkaufsstraße auf und ab gehen, ohne dass er die Passanten oder sein Spiegelbild anbellt.
  2. Mit meiner Freundin Christine und ihren Hunden die Freilauffläche Höltigbaum besuchen
  3. Bei schönem Wetter mit dem Ausflugsschiff auf der Elbe fahren
  4. Mahler-Stoffe besuchen
  5. Eine Stadtrundfahrt in Hamburg wie ein Tourist
  6. Mit Nicole Weihnachten feiern
  7. Noch mindestens 3 Webinare für Schnittmuster bei einfach-nähen machen.
  8. Eine gelungene Flatlock-Naht mit der Overlock machen.
  9. Einmal live auf Twitch gehen.
  10. Ein Video schneiden
  11. Posing-Fotos mit Hilfe des supertollen Fotokurses von Courleys in den Blog einstellen.
  12. Flat-Lay Bilder erstellen (Fotokurs Courleys) und im Blog veröffentlichen.
  13. Den Zuschneidetisch im Nähzimmer optimieren. (Eigentlich ganz einfach – da muss nur noch die Platte aufgeklebt werden).
  14. Die antike Nähmaschine ins Nähzimmer integrieren. (Eigentlich muss die vorher noch aufgearbeitet werden…)
  15. Die alte Puppenstube soll ein neues Dach bekommen.
  16. Neue Vorhänge im frisch renovierten Wohnzimmer aufhängen
  17. Den Wohnzimmertisch überarbeiten.
  18. Zum Dummytraining mit Hudson.
  19. 30x aufs Laufband
  20. Ein DIY-Projekt im Blog präsentieren.
  21. Einen Blogartikel pro Woche veröffentlichen
  22. Ein Youtube-Video veröffentlichen
  23. Ganz allein mit Cayenne bei bestem Wetter an der Elbe sitzen und auf den Fluss gucken.
  24. Mit Hudson ohne Schleppleine spazieren gehen.

Rückblick auf 2022 – Enjoy the little things

Auf Erinnerungssuche

In der Blogchallenge Jahresrückblog2022 wurden wir aufgefordert unsere Themen aus 2022 Revue passieren zu lassen. Was findest du in der Fotogalerie auf dem Handy welche Termine sind in deinem Terminkalender in 2022 gewesen? So fragte Judith Peters von Sympatexter am Anfang der Challenge.
Also scrollte ich durch die Fotos auf meinem Handy. Viel war wirklich nicht los in 2022, aber ein paar Schätze fand ich dann doch.

Wien im April 2022

So blieb ich an den Fotos von Wien hängen. Im April 2022 besuchte ich meine Tochter in Wien. Sie war 2020 nach Wien gegangen und Corona-bedingt hatte ich sie noch nicht dort besuchen können.
Es waren nur ein paar Tage, aber es war wirklich schön. Wien ist eine wahrhaft schöne Stadt und unbedingt eine Reise wert.

Schloss Schönbrunn in Wien. Ein großer ockergelber Palast von vorne
Schloss Schönbrunn
Anblick der Hofreitschule in Wien -zwischen den Häusern .schaut man auf ein imposantes Gebäude mit kupferner Kuppel.
Hofreitschule
Der Stephansdom in Wien. Am Turm ist ein Gerüst angebracht.
Stephansdom
Große Vogelvoliere im Park von Schönbrunn
Voliere im Park Schönbrunn

Blogstart im Mai

Im Mai habe ich dann umgesetzt, was ich schon zu Beginn des Jahres machen wollte: Diesen Blog starten. Geholfen hat mir der gehörige Anschubser von BoomBoomBlog2022. Ohne Judith und ihre Deadline wäre ich sicher nicht so schnell am Start gewesen. Danke dafür! Ihr positives “Mach doch einfach” mit ihrem Slogan: “Blog like nobody’s reading” machte einfach Mut. Mittlerweile habe ich noch einige zusätzliche Bücher zum Thema gelesen, aber kein Buch hat mir so viel Elan gegeben wie diese Challenge (die ich eigentlich erst gar nicht mitmachen wollte – das könnte ja jemand lesen). Hier geht es zum Artikel aus der Challenge. Wie ich wurde was ich bin war der Titel.

Frau mittleren Alters sitzt vor einer Overlocknähmaschine und schaut in die Kamera

Das Püppimobil

Ein gelber, alter Labrador sitzt in einem hellgrünen Hundebuggy und wartet auf einen Spaziergang
Croozer Jokke mit Cayenne

Das war eine Aktion! Da wir im ersten Urlaub des Jahres festgestellt hatten, dass unsere alte Labrador-Dame nicht mehr so fit und mobil ist, sollte vor dem 2. Urlaub eine Unterstützung für sie angeschafft werden.
Bereits für unseren mittlerweile verstorbenen Rüden Bruno hatte ich damit geliebäugelt, es dann aber wieder verworfen.
Nun sollte es so sein. Ein Anhänger, der zum Buggy umgebaut werden kann sollte es werden “Jokke” der Marke Croozer.
Bis ich es geschafft hatte das Modell zu bestellen war schon abenteuerlich. Eigentlich wollte ich beim örtlichen Fahrradhändler kaufen, aber da war man nicht sonderlich interessiert. Möglicherweise war das Modell nicht hochpreisig genug?? Egal – ich bestellte im Internet. Eine Odyssey begann. Die Lieferung sollte eigentlich innerhalb einer Woche ankommen – gedauert hat es 4 Wochen. Da waren wir schon am Urlaubsort. Unsere Tochter nahm das Gefährt an – der Karton war beschädigt und der Anhänger auch leicht.
Diese Aktion zog sich vom 24.08.2022 bis in den Oktober hinein.
Das Bild zeigt Cayenne in ihrem Mobilheim. Es wohnt seither in der Garage. Der Hund ist fit wie selten.

Knie-Arthrose

Ende Oktober fingen sie wieder an – die Schmerzen im Knie. Ich habe Arthrose – das weiß ich schon lange. So schlimm war es aber schon superlange nicht mehr. Anfang November fuhr ich dann mit dem Taxi zum Orthopäden – nichts anderes ging mehr. Der Doc meinte dass es über mein Knie nichts Gutes mehr zu berichten gibt. Sein Ansatz: Schmerztabletten und eine neue Orthese und Schonung.
Darauf werde ich im neuen Jahr noch näher eingehen, denn da gibt es andere Möglichkeiten. Seit Dezember bin ich schmerzfrei – ohne Tabletten. Was für ein Gefühl! Ich wusste schon nicht mehr wie sich das anfühlt.

Der Buchs ist hin

Dieses Jahr ist der schwere Entschluss getroffen worden: Der Bux muss raus. Der Buchsbaumzünsler hat unsere mächtigen Hecken gekillt. Am 20.12.22 kommt der Gärtner.
2023 ist dann Gartenplanung angesagt.

Buchhecke zerfressen von einem Schädling dem Buchsbaumzünsler
Buchshecke
Buchsbaumzünsler haben zugeschlagen
Ein Bild des Jammers – Buchshecke gekillt

Bullet-Journal

Im November habe ich dann auch das Bullet-journaling für mich entdeckt. Wollte ich erst nicht, aber es kommt mir jetzt ganz sinnvoll vor. Durch die Videos von Ladies Lounge – Nicole Lommel habe ich die Basics verstanden. Da ist bei mir noch ganz viel Luft nach oben. Aber eigentlich ist das gar nicht schlecht für die eigene Organisation wirklich handschriftlich etwas festzuhalten. Jetzt habe ich eine Menge neue Stifte und Ideen. Tatsächlich stimmt es bei mir: Von der Hand in den Kopf. Die Kombination Tastatur –> Kopf geht bei mir nicht so gut.
Da ja so ein Büchlein auch hübsch gepimpt werden sollte, lerne ich jetzt wie man Pflanzen malt (bisschen irre – aber macht Spaß). Noch bin ich etwas Talentfrei. Da fehlt Übung. Mein erster Versuch:

Das soll eine Rose sein 🙂
Erster Versuch

Damit werde ich auch meine Nähprojekte ein bisschen besser dokumentieren können. Der nächste Jahresrückblick wird dann viel viel einfacher.

Das Jahr ist zu Ende

Das Jahr 2022 ist so gut wie vorbei, während ich diese Zeilen schreibe.
Rückblickend muss ich doch sagen dass es doch sehr Vieles gab was neu war und spannend und lehrreich. Ich habe so viel genäht und fotografiert, gemalt, geschrieben und gewerkelt und jetzt habe ich so viele Ideen und Pläne für 2023.

Pläne für 2023

Hoffentlich ist das Jahr lang genug – ich hörte es würde auch wieder nur 12 Monate haben.

  • Gartenplanung für den Bereich vor unserem Haus. Entsteht der gewünschte Bauerngarten?
  • Das Thema Capsule Wardrobe nehme ich unter die Lupe und habe schon einige Nähprojekte zusammengestellt.
  • Im Haus soll es ein Make-over des Wohnzimmers geben. Mit neuem Ofen und so.
  • Die Gartenbank, die mein Vater gebaut hat muss repariert werden. Bekommen wir das hin?
  • Ein Puppenhaus soll renoviert werden. Das Häuschen habe ich dieses Jahr gekauft und, inspiriert von Angel Strawbridge aus “Unser Traum vom Schloss”, soll es wieder schön gemacht werden.
  • Eine mächtige alte Truhe soll aufgearbeitet werden. Vielleicht zieht sie ins Wohnzimmer?
  • Der alte Nähmaschinentisch mit heftigem Brandschaden soll restauriert werden.
  • und…ganz spannend für uns: Es wird Hundenews geben.

Wer bis hierher gelesen hat, der meint es ernst :). Du möchtest dran bleiben? Wenn du möchtest, dann sende ich dir gerne meine Kreativpost, sobald ein neuer Beitrag erscheint.

Liebe Grüße vom Deich

Dagmar

Wie ich wurde was ich bin: Nähbegeistert

In meiner Kindheit wurde ich geprägt von Eltern, die handwerklich sehr begabt waren. Als Kind habe ich das nicht richtig wahrgenommen, jedoch wurde mir beim erstellen dieses Beitrags bewusst wie sehr mich das bei meiner Hobbyauswahl beeinflusst hat. Als junge Erwachsene wollte ich immer gerne handwerklich arbeiten, aber Schulwerken oder die Handarbeitsstunde in der Schule waren nicht von Erfolg gekrönt. Die Werke aus diesen Stunden waren nicht zum vorzeigen geeignet. So dachte ich viele Jahre: Das kann ich nicht. Hier sind die Stationen der frühen Marker in der Kindheit bis hin zu dem, was ich jetzt mache.

  1. Ende der 1960er Jahre – Mütterliche Handarbeitskunst. In unserer Kindheit wurden meine Schwester und ich von unserer Mutter regelmäßig mit selbst gehandarbeitetem ausgestattet. Auch unsere Puppen erhielten immer wieder neue Outfits. Da unsere Mutter früh verstarb, konnte sie ihr Wissen nicht an uns weitergeben.

Zwei Mädchen sitzen auf einem Sessel und lächeln in die Kamera. Die kleine Blonde trägt ein rotes Kleid. Die dunkelhaarige Schwester trägt ein braunes Kleid. Das Bild ist ungefähr 1969 entstanden.
Meine Schwester und ich Ende der 1960er Jahre (ich bin die Kleine rechts)

2.  Das Puppenhaus. Weihnachten 1971 brachte der Weihnachtsmann mein Puppenhaus. Mein Vater baute es. Es gab kleine Türen und funktionierende Beleuchtung. Die Ausstattung kam von meiner Mutter. Kleine Gardinen und Bettwäsche – alles handgenäht. Das Puppenhaus blieb noch viele Jahre. Ich habe es sehr geliebt und habe mich echt schwer getan es herzugeben. 

Das Puppenhaus 1971

  

3. Vaters Leitsatz. In meiner Kindheit war es immer eine große Freude bei meinem Vater in der Werkstatt aufzutauchen. Mein Vater tischlerte leidenschaftlich gern. Ich wollte auch etwas bauen. Die Standardantwort darauf: “Du bist ein Mädchen – Du kannst das nicht”. So hat sich dieser Satz eingeprägt. Wahrscheinlich wollte er nur, dass ich mir nicht versehentlich die Finger absäge.

Bis zur 4. Station vergingen Jahrzehnte, in denen mein Wunsch nach Kreativität sehr tief schlief.

4. Hauskauf Nummer 2 Im Dezember 2004 zogen wir in unser neues altes Haus Baujahr 1905. Hierfür verkauften wir unseren Neubau und zogen ins Abenteuer. Vorbei das Mädchen-Mantra “Du bist ein Mädchen – Du kannst das nicht”. Dieses Haus hatte eine schier endlose To-Do-Liste. Unser Haus ist mein größter Lehrmeister zum Thema Selbermachen. Übrigens – mein erster Blog bei dem ich mir so manchen Frust von der Seele geschrieben habe.

Ein altes Haus aus der Gründerzeit. Stuckelemente an den Mauern. Es ist renovierungsbedürftig.
Unser Haus am Deich 2004

5. 2015 war es so ungefähr, als immer mehr Kunden meines Hundeladens nach individuellen Produkten fragten. Ich kaufte die Produkte bei kleinen Manufakturen ein. Wirtschaftlich war das nicht. Ein Steuerprüfer konnte gar nicht glauben wie klein die Margen waren. Es musste eine andere Lösung her.

6. 2016 ermutigte mich meine Freundin  zum nähen. Von ihr lernte ich die Basics. Zunächst mit unzureichendem Equipment war das nicht immer ein großer Spaß. Mit besserer Ausrüstung und den Erfolgen wuchs der Spaß. Allerdings auch die Hundeladen-Aufträge für selbst bestickte Halsbänder und dergleichen. Ich kam an meine Grenzen. Individuelle Halsbänder haben einen hohen Beratungsbedarf.

Hundehalsband in blau, rot und weiß. Es ist mit Neopren gefüttert und hat ein maritimes Muster.
Halsband aus der eigenen Herstellung

7. 2018/2019 war der Entschluss gefasst den Hundeladen aufzugeben. Der Preiskampf mit den Großen der Branche und natürlich mit dem großen A war nicht zu gewinnen. Mittlerweile kamen bestickte Halsbänder in Windeseile aus China. Die Gewinnmargen stürzten regelrecht ab. Bei einer Veranstaltung fragte mich die Standnachbarin, ob ich denn noch immer Spaß am Hundeladen-Business hätte. Zu meinem eigenen Erstaunen musste ich mir selbst die Frage mit einem Nein beantworten. Kurz später zog ich die Reißleine und die Reste vom Hundeladen ruhen im Nebengebäude.

8. Tutorials schaffen Klarheit. Seit 2020 nähe ich nur noch für mich und meine Lieben. Einfach nur noch zum Spaß. Ich probiere aus was mir in den Sinn kommt. Dabei hat sich schon eine stattliche Menge an Tutorials angesammelt. Meine Erfahrungen möchte ich mit diesem Blog gerne teilen.

Mit meinem Hobby habe ich vor allen Dingen mir bewiesen: YES I CAN! Manchmal braucht es halt etwas länger um Glaubenssätze, die in der Kindheit geprägt wurden zu durchbrechen.

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