Ich möchte mich hier nicht über die Trupps von Rennradfahrern echauffieren, das tun schon genug Menschen.
Dazu würde ich einfach nur Folgendes zu bedenken geben: Wenn ich zwei Hasen auf der Weide vor unserem Haus sehe, dann finde ich das schön und beobachte sie gern, auch wenn sie mal wilde Haken schlagen. Wären es 200 Hasen, die auf der Wiese spielen, wäre ich besorgt.
Die Dosis macht das Gift.
So viel dazu …
Hier im Blog geht es schließlich um die Freude am Leben und die Freude am Machen.
Also wende ich mich erfreulicheren Dingen zu, die allerdings auch manchmal etwas besorgniserregend sind, wenn ich auf meinen persönlichen Zeitrahmen blicke.
## Ein kleiner Rückblick
Der Sommer ist vorbei. Nur noch letzte Sonnenstrahlen werden uns erwarten und so genieße ich sie gerade mit einem Tee – duftender „Hamburger Rote Grütze Tee“. Lecker.
Auf dem Reetdach des verlassenen Nachbarhauses zanken sich zwei Turmfalken und ich überlege, was ich im Sommer alles gemacht habe. In sehr erschöpften Momenten denke ich: Du hast gar nichts geschafft …
Was ich ganz hilfreich finde in solchen Momenten, ist, durch die Galerie meines Handys zu scrollen und durch mein kleines Notizbuch zu schauen, um mir bewusst zu machen, wie viel NICHTS eigentlich ist.
Die Galerie meines Handys verrät mir, dass Anfang Juni im besagten verlassenen Nachbarhaus die Dreharbeiten zu einer Folge *Nord bei Nordwest* stattgefunden haben. Das waren ein paar aufregende Tage für uns, die wir nur schlecht an unser Grundstück kamen – und natürlich auch für „die Jungs“, ich meine unsere Hunde Hudson und Henry. Was für ein irrer Aufwand für die paar Drehtage!

Für mich war das genau der richtige Auftakt, mich bei jeder Gelegenheit im Nähzimmer aufzuhalten und meinen ersten wirklich großen Quilt zu erstellen: meine Sommerdecke.
Die Herstellung des Quilts begleitete mich den ganzen Sommer. So blieben nur wenige Nächte, in denen ich den Quilt tatsächlich als Sommerdecke nutzen konnte. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Weil man ja auch mal ein bisschen Abwechslung beim Nähen möchte, entstanden zwei kleine Nähhelfer: James.
Eigentlich wollte ich mir auch noch vier T-Shirts nähen – für ein Shirt hat es gereicht.

Im Juli habe ich den kuscheligen Bono-Strick vernäht. Es wurde ein Schnitt von Lillesol & Pelle. Leider habe ich mich beim Stoffkauf vertan und musste etwas tricksen.
Ebenfalls im Juli habe ich das Stricken wieder neu aufgelegt. Ich wollte es unbedingt noch einmal von Grund auf erklärt bekommen – das mache ich jetzt in der Strickklasse.
Bislang sind dort die Mütze Fellwind und das Tuch Drachenfels entstanden. Das nächste Projekt ist bereits in Arbeit.

Bei bestem Sonnenschein habe ich dann ein paar Fotos vom hinteren Garten auf Facebook gepostet und gedacht: Der Garten zieht wieder in den Blog ein.

Auch dort gibt es immer wieder kleine und mittlere Herausforderungen zu bestehen, was vielleicht auch für dich von Interesse ist.
Beendet habe ich den Sommer für mich, wie jedes Jahr, mit meinem Geburtstag – Ende August.
War doch ein bisschen was los zwischen Deich, Garten und Nähzimmer.
## Und was kommt jetzt?
Auch für die kommenden Wochen habe ich Pläne (hüstel) – das ist das, was bei mir gerne mal umgeschubst wird.
Für meine Nähprojekte ist jedenfalls einiges geplant:
Der Eichhörnchen-Quilt soll zum Kissen werden und eine Rückseite bekommen. Nach ausführlicher Beratung mit meiner Freundin wird es allerdings nicht eine simple Kunstlederrückseite.
Mein Entschluss: ein FPP-Kastanienblatt.
Ein Pullover für den Herbst/Winter soll her. Zunächst wird ein Probe-Pullover genäht und dann der schöne rauchblaue Grobstrick nach dem Schnittmuster Raisa verarbeitet.
Eine Hose für den Herbst fehlt mir noch. Lange bin ich um den Stoff herumgeschlichen. Jetzt war er reduziert und ich habe zugeschlagen.
In der Nähgang geht es mit einem großen Quilt weiter, der gemeinsam in Sewalongs genäht werden soll. Mal schauen, ob ich die Termine auf die Reihe bekomme.
Und dann ist da noch das Spatzjournal, das seit einiger Zeit darauf wartet, in Angriff genommen zu werden. Es soll im nächsten Jahr mein Notizbuch ablösen.
Für den Garten ist tatsächlich nicht mehr viel geplant. Da geht es in diesem Jahr eigentlich nur noch um die Aufräumarbeiten und um einen guten Plan für das kommende Jahr.
Beim Stricken geht es in der Strickklasse weiter. Dort warten noch einige Projekte darauf, gestrickt zu werden. An Ideen wird es mir also so schnell nicht fehlen.
Für mich sieht das nach einem guten Mix aus größeren und kleineren Projekten aus.
Was ich davon umsetze?
Wir werden sehen.
