Mütze Fellwind
Das erste richtige Projekt aus der Strickklasse ist fertig. Ich könnte nicht stolzer sein – meine erste gestrickte Mütze ist toll geworden.
An meine allererste selbstgemachte Mütze erinnere ich mich noch. Sie war gehäkelt und aus grün-weißer Wolle. Die Wolle erinnerte ein bisschen an Fa-Seife – vielleicht war das einer der Gründe, warum ich die Mütze nie getragen habe.
Den nächsten Anlauf zu einer selbstgemachten Mütze unternahm ich viele Jahre später. Es sollte eine Beanie werden, die ich genäht habe. Mein Erstlingswerk habe ich noch heute. Und wenn nichts anderes geht und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass mich damit niemand sieht, setze ich sie auch auf. Sie ist eindeutig zu groß, und die Stoffwahl – Jersey – trägt nicht unbedingt zu einem festeren Sitz bei.
Nun also ran an die Nadeln und die erste Strickmütze herstellen.
Ich muss gestehen: Ich konnte gar nicht abwarten, bis das Materialpaket angekommen war.
Um nur nichts falsch zu machen, habe ich mich beinahe sklavisch an die Anleitung gehalten. Sogar die empfohlene Wolle habe ich genommen – und zwar in der vorgestellten Farbe.
Im Nachhinein hätte ich bei der Farbe ruhig etwas kreativer sein dürfen, denn die hat nun wirklich nichts mit der Passform oder den einzelnen Arbeitsschritten zu tun.
Noch am Abend der Lieferung begann ich zu stricken.
Nach knapp zwei Wochen war sie fertig.
Dank der wirklich sehr genauen Anleitung konnte eigentlich nichts schiefgehen. Wahrscheinlich ist genau das der richtige Anschwung, um weiterzustricken.
Schade nur, dass jetzt Sommer ist. Bei Temperaturen um die 30 Grad ist mir nicht gerade nach einer kuscheligen Wollmütze.
Der erste Einsatz kommt bestimmt – und mit dieser Mütze darf man mich auch gerne sehen.
