Handstulpen Backflip Mitts
Als ich in der Strickklasse gesehen habe, dass Handstulpenstricken auf dem Programm stand, war meine erste Reaktion: Hm! Brauche ich nicht. Was ich aber trotzdem brauchte, war das Erlernen des Strickens mit einem Nadelspiel.
Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich es zuvor versucht habe, und ich bin ebenso oft gescheitert. Woran? Eigentlich ist das ja kein Hexenwerk.
Woran ich gescheitert bin, ist, dass die Maschen einfach nicht auf den Nadeln bleiben wollten. Immer und immer wieder sind sie mir von den Nadeln gerutscht.
Also kaufte ich Maschenstopper. Die ersten sind von den Nadeln abgefallen … die Maschen gleich hinterher. Das lag bestimmt an den Maschenstoppern – ich kaufte neue. Ganz hübsche. Ich habe noch heute Freude, wenn ich sie ansehe.

Du ahnst es schon: Die Praxis funktionierte auch mit diesen kleinen Beautys nicht. Sie hielten zwar auf den Nadeln, störten mich aber derartig beim Stricken, dass mein Stricken auf einem Nadelspiel wieder auf Eis lag.
Im Laufe der Zeit habe ich wohl fünf Bücher zum Thema Sockenstricken gekauft und einige Tutorials geschaut. Zugegeben: eher halbherzig, denn mein Problem mit den rutschenden Maschen ließ sich damit einfach nicht lösen.
Mein großes Ziel in der Strickklasse: richtig gut stricken können.
Und mein nicht ganz so heimliches Ziel: Socken stricken.
Ohne Nadelspiel wird das wohl nichts.
Also Vorstufe zu den Socken: die Handstulpen.
Ich schnappte mir ein großes Knäuel Wolle aus dem Vorrat und schaute mir die Anleitung für die Handstulpen an. Eine Empfehlung zu den Nadeln hat mich angefixt: die Crasy Snakes – davon hatte ich noch nie gehört. Aber die Form schien mir absolut einleuchtend zu sein.
Das sollte doch die Maschen stoppen können … Gekauft.
Also begann ich mit den Handstulpen mit den Crasy Snakes und ich bin absolut begeistert von den Nadeln.

Sorry – ich kann nur eine Nadel zeigen, die anderen Nadeln stecken in meiner ersten Socke. 😊
Mit den Handstulpen habe ich nicht nur gelernt, wie ich mit einem Nadelspiel erfolgreich stricken kann, sondern ich lernte auch, Maschen stillzulegen, neue Maschen links und rechts gerichtet aufzunehmen und auch mit sehr geringen Maschenanzahlen auf den Nadeln zurechtzukommen.
Ein tolles Übungsobjekt. Ich habe es nicht bereut.
Und es werden auf jeden Fall neue Handstulpen folgen – mit anderer Wolle und vielleicht mit einem Zopfmuster auf dem Handrücken … Wir werden sehen.
