Manchmal fühlt sich ein digitales Nebenprojekt an wie ein Kleiderschrank, den man zu lange ignoriert hat:
Man weiß, alles ist irgendwie irgendwo, aber nichts liegt da, wo es hingehört. Genau so war mein Blog lange Zeit. Ideen überall, Bilder in zig Ordnern, unfertige Beiträge in der Entwurfs-Hölle und To-dos im Kopf statt im System.
Und dann kam der Punkt, an dem ich dachte:
„So kann ich nicht arbeiten. Es ist Zeit für Struktur.“
Spoiler: Dieses neue System ist wie eine riesige innere Erleichterung.
Und ja – jetzt fühlt sich mein digitales Abenteuer endlich so an, als hätte es ein Zuhause.
Warum ich eine Struktur brauchte
Ganz einfach:
- Ich bloggte kreuz und quer.
- Die Beiträge sammelten sich schneller, als ich sie sortieren konnte.
- Gleichzeitig wollte ich auf Pinterest regelmäßiger werden.
- Und parallel laufen Blog-Umbau, Fotoprojekte, Schnittmuster, Social-Media und bald auch YouTube.
Das war zu viel für einen Kopf.
(Mein Kopf findet nämlich ständig neue Ideen. Über Nacht. Ohne gefragt zu werden.)
Ich wollte eine Struktur, die:
- leicht pflegbar ist
- mir das Denken abnimmt
- mich nicht ausbremst
- und Raum für Kreativität lässt
So entstand meine neue Blog- und Arbeitsstruktur
1. Beitragstypen definieren
Ich habe für mich drei klare Kategorien festgelegt:
a) DIY-Beiträge
Konkrete Nähprojekte, Schritt-für-Schritt, Erfahrungen, Materiallisten.
b) Digitales Abenteuer (Tagebuch)
Alles rund um Blogaufbau, Tools, Learnings, Pannen und Meilensteine.
c) Wissen & Struktur (kommt 2026 mehr dazu)
Meine Tools, Tutorials, Mini-Hacks, Methoden, Workflows.
Allein dieses Sortieren hat schon dafür gesorgt, dass mein Gehirn sich sortiert hat.
2. Ein fester Publishing-Rhythmus
Um nicht mehr ständig „Was veröffentliche ich als nächstes?“ denken zu müssen, habe ich mir einen klaren Ablauf gebaut:
- 4 DIY-Beiträge pro Monat
- 4 digitale Tagebuch-Beiträge pro Monat
- Pinterest danach automatisch (Pins aus den fertigen Beiträgen generieren)
Das ergibt 8 Beiträge pro Monat – und es funktioniert nur, weil die Struktur steht.
3. Der Content-Planer
Mein Herzstück.
Eine simple Tabelle mit:
- Thema
- Kategorie
- Datum
- Bilder vorhanden?
- Pinterest vorbereitet?
- SEO fertig?
- Veröffentlicht?
Mehr braucht es nicht.
Aber es verändert alles.
Ich sehe jetzt auf einen Blick:
✔ Wo ich stehe
✔ Was fehlt
✔ Was schon erledigt ist
✔ Welche Woche zu voll wird
✔ Wofür ich Bilder brauche
✔ Was in den kommenden Monaten dran ist
4. Pinterest-Routine
Pinterest mache ich jetzt immer am Ende eines Beitrags.
Der Ablauf:
- Beitragsbilder → kurz auswählen
- ALT-Texte direkt mitschreiben
- 2–4 Pinterest-Pins erstellen
- im Planer abhaken
Es fühlt sich nicht mehr wie ein zusätzlicher Punkt an, sondern wie der natürliche letzte Schritt eines Blogposts.
5. Bildkonzepte und Settings
Parallel entsteht gerade etwas, das ich „Mini-Studio Elbwisch“ nenne.
Drei Settings sollen dauerhaft genutzt werden:
- Nähzimmer (Nähaufnahmen & WIPs)
- Nebengebäude-Settings:
- Gemütliche Ofen – Sitzecke
- Kleiner Heller Raum mit Eichenschreibtisch für Fotos
Dort entstehen künftig Blogbilder, Pinterest-Bilder und später YouTube-Intros.
Diese Struktur nimmt mir ab, jedes Mal neu zu überlegen:
„Wo fotografiere ich eigentlich?“
6. Fixe Admin-Zeiten
Ein Abend pro Woche ist jetzt:
Admin-Donnerstag
Da mache ich:
- Plugins → Updates
- Divi → Check
- SEO → Durchklicken
- Pinterest-Boards → Ordnung
- Alt-Texte prüfen
- Kategorien pflegen
- Backups kontrollieren
Durch diese Routine „läuft“ der Blog jetzt, statt dass er mich überrascht.
Was die Struktur verändert hat
Es klingt vielleicht nach einem großen Wort, aber es trifft es:
Ich bin ruhiger geworden.
Weil ich weiß:
- Die Ideen landen nicht mehr im Nirgendwo.
- Die Beiträge fließen jetzt in einen klaren Ablauf.
- Nichts geht mehr verloren.
- Pinterest wächst automatisch mit.
- 2026 kann kommen – mit Blog + YouTube + E-Book.
Und das Beste?
Ich habe das Gefühl, dass ich nicht gegen mein digitales Abenteuer arbeite, sondern mit ihm.
Das nehme ich aus dieser Strukturphase mit
- Struktur ist nicht langweilig – sie ist befreiend.
- Sie macht Platz für Kreativität.
- Sie nimmt Druck raus.
- Und sie ermöglicht etwas, das mir wichtig ist:
Konstanz.
Mit diesem Beitrag endet die Rückschau auf meine digitale Reise. Das ist jetzt der Stand von heute. Hinzu kommt die Vorplanung für das kommende Jahr, aber auch das gehört in meine Strukturen.
Wenn du die anderen Beiträge zum digitalen Tagebuch lesen möchtest, klicke dich sehr gerne durch. Wenn du Fragen hast, werde ich gerne versuchen sie nach bestem Wissen zu beantworten. Hier geht es zu den anderen Beiträgen.
Empfehlung:
Wenn du digitale Begriffe schon immer mal erklärt haben wolltest, schau mal in den Vokabeltrainer.
Ich verlinke dir hier die alphabetische Vokabelübersicht. Mit einem Klick auf die einzelnen Vokabeln kommst du zur ausführlichen Erklärung.
Für einen Blick hinter die Kulissen findest du im digitalen Tagebuch Hintergründe, Erfahrungen oder der größere Zusammenhang zu dem, was hier entsteht.
Wenn du neu hier bist, ist vielleicht ein Blick auf den Startpunkt von Elbwisch interessant. Mein WARUM ist hier in meinem allerersten Blogbeitrag.
